Da Capoeira aus den ärmsten Gebieten Brasiliens kommt und Brasilien die verschiedensten Menschen der Welt vereint, versteht es sich für uns von selbst, die verschiedensten Menschen der Welt, die hier in das bunte und vielfältige Ruhrgebiet kommen zu begrüßen. Dies geschieht meist -aber nicht nur- über Capoeira. Gerade für Jugendliche ist Capoeira so cool, weil es verschiedene Elemente wie Körpertraining, Fitness, Akrobatik, Breakdance, Kampfkunst und Musik vereint. Gerade diejenigen, die nicht gerne in der Schule stundenlang „stillsitzen“ werden durch Capoeira richtig ausgelastet.

Aber Jeder findet seine Nische: Wer nicht so sportlich ist, betätigt sich musikalisch…..wer nicht gerne kämpft, kann springen und manche lieben halt den sozialen Aspekt an Capoeira: einfach mit seinen Freunden eine gute Zeit verbringen!


Soziale Projekte in Duisburg


Wir machen diese Projekte bereits seit 2004 v.a. in den Stadtteilen Hochfeld und Marxloh, die aus den Medien sonst eher ausschließlich negativ belegt sind. Die Realität ist auch das, was man daraus macht und die „Kids der Ghettos“ sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken aus unserer Gruppe.

Es ist uns ein hohes Anliegen, dass Menschen ALLER Nationalitäten, jeden Geschlechts und jeglichen Alters bei uns zusammenkommen können, dass die Einheimischen die neu-angekommenen an die Hand nehmen, ein Austausch beginnt und beide voneinander lernen können und tiefe Freundschaften entstehen. Was häufig beklagt wird ist eigentlich ein Geschenk, wenn es richtig umgesetzt wird: Vielfalt. Und das großartige beim Sport und bei Capoeira ist, dass nicht mal die „Sprachbarriere“ eine echte Barriere ist. Es gibt immer einen Weg der Verständigung.

Wir sind zwar nicht die EINZIGEN auf der Welt, die diesen sozialen Ansatz wählen, aber es gibt noch (zu) wenige und wir sind gewiss EINZIGARTIG!

Als wir dieses Jahr Mestre Branco und Mestre Forro zu Besuch hatten und wir eine Roda in einem Park mit Spielplatz mitten in Marxloh machten, hatten die beiden auf einmal Tränen in den Augen und ich fragte, was passiert sei?….

„Das ist GENAU wie in meiner Kindheit hier! ICH bin eine von diesen Kindern! ….ich habe nie gewusst, dass es so eine Favela in Deutschland gibt….wenn ich nach Hause gehe(Hannover), muss ich dort auch so eine Favela finden und so eine Arbeit machen….das ist GROSSARTIG!“


Unsere Arbeit ist vielfältig und kreativ: Wir machen Ausflüge, um den Leuten die schönsten Plätze der Umgebung zu zeigen, Fahrradtouren, Lagerfeuer, lernen die Familien kennen, helfen im Alltag und mit Schule, Ausbildung und Behörden. Mittlerweile sind die älteren unserer Gruppe schon so weit, dass sie selbst Verantwortung für andere übernehmen

und als positive„Vorbilder“/Multiplikatoren dienen: Sie motivieren andere Kids zum Sport, nicht in die Richtung von Gewalt, Drogen und Verbrechen gehen zu wollen, etwas aus sich zu machen, gut und friedlich zusammen zu leben.



Diesen Ansatz wollen sie auch mitnehmen, falls sie einmal in ihre Heimat zurückkehren, aber zunächst passiert es schonmal HIER. Etwas BESSERES kann hier gar nicht passieren, als das Jugendliche, die selbst einem Kulturkreis angehören, IN ihrem Kulturkreis als positive Vorbilder fungieren und somit andere inspirieren und deshalb bitten wir auch ALLE, die uns unterstützen, fördern können, spenden wollen, sich an uns zu wenden, damit diese Arbeit möglich bleibt!

Bisher ist die Unterstützung eher gering und wir müssen fast ALLES aus eigener Kraft und eigener Tasche stämmen, was auf Dauer kaum möglich ist. Alles hängt zusammen und das, was wir geben, wird auch irgendwann auf uns treffen. Wir haben die Wahl, ob wir weiterhin „Ghettoisierung“, „no go areas“ und Slums haben wollen oder ein fröhliches Zusammenleben in einer bunten und vielfältigen Gemeinschaft, wo alle das beste ihre Kultur gerne und freudig dazugeben und wir EINE GROSSE PARTY haben….

Vielen Dank! Axé!